Was ist eine Rechtsschrift?

Der Begriff Rechtsschrift ist in Deutschland kaum vertreten. Vielmehr taucht er in der Schweiz auf. Eine Rechtsschrift ist eine juristische Arbeit, die klar von einem wissenschaftlichen Text abzugrenzen ist.

Ein wissenschaftlicher Text beschäftigt sich schwerpunktmäßig mit bestimmten Rechtsproblemen, die abstrakt abgehandelt werden. Eine Rechtsschrift hingegen bezieht sich auf einen konkreten Sachverhalt und versucht mithilfe von Fakten eine rechtliche Bewertung zu geben. Dementsprechend eignet sich eine Rechtsschrift hervorragend dazu, im Prozess den Richter zu überzeugen. Je detaillierter und ausführlicher die Schrift ist, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass der Richter die rechtliche Bewertung teilt und ein positives Urteil für den Verfasser fällt.

Es sollte darauf geachtet werden, dass inhaltlich auf sämtliche Rechtsprobleme eingegangen wird. Es empfiehlt sich, sich ausführlich mit der auftretenden Problematik zu beschäftigen und alle wichtigen Punkte, die für das konkrete Problem interessant sein könnten, in die Schrift mit aufzunehmen.  Ist dies der Fall, dann bietet die Rechtsschrift keine „Angriffsfläche“ für eine andere rechtliche Stellungnahme.  Des Weiteren ist eine gute Lesbarkeit wichtig für eine erfolgsversrechende Rechtschrift. Dies wird insbesondere dadurch erreicht, dass auf unnötige Ausführungen verzichtet wird und Fachausdrücke verwendet werden.